Schlach.com 2.0 – Ein langer Weg
May 10th, 2008
Seit geraumer Zeit angekündigt und doch noch nicht lebendig, befindet sich die Neuauflage des Community Systems immer noch in der Entwicklung. Die Gründe dafür sind teilweise recht schnell benannt und zum anderen eine logische Konsequenz aus den ständig steigenden Anforderungen, die im Vorhinein möglichst niedrig gehalten werden müssen.
Der simpelste Grund für die lange Verzögerung ist sicher, dass es recht schwer fällt, den gesamten Programmieraufwand neben meinem Studium und den alltäglichen Pflichten im aktuellen System größtenteils im Alleingang zu bewältigen. Dazu kommt noch die Gewissheit, dass die Infrastruktur ein nicht unerhebliches Upgrade benötigt, um meinen Vorstellungen eines von einer Person wartungbaren Systems gerecht zu werden – denn die ständige Verwaltung von Webservern, Backends, Datenbanken und Co. vertragen sich absolut nicht mit einer raschen Weiterentwicklung. So weit wäre es eigentlich nicht mehr, um eine lauffähige Version auf die Beine zu stellen, wenn ich meine gesamte Zeit im PHP- und GUI-Code verbraten könnte: Das Framework steht, ein großer Teil der Features ist implementiert und auch ansonsten ist das System bereits recht optimiert und könnte in der aktuellen Infrastruktur laufen, was jedoch wieder zum Arbeitsaufwand-Teufelskreis aus Servermanagement, Optimierung, Weiterentwicklung etc. führen würde, den kein Mensch ohne Entwicklerteam bewältigt bekommt, wenn er auch noch das ein oder andere Stündchen Freizeit haben möchte.
Aus diesem Grund verstreicht die Zeit für den außenstehenden Betrachter offenbar ohne sichtbaren Fortschritt. Dem ist aber nicht so. Um den Anforderungen gerecht zu werden, durch bestmögliche Performance die Serveranzahl gering und skalierbar zu halten und eine möglichst zentrale Wartbarkeit zu ermöglichen, lote ich aktuell die verschiedensten Möglichkeiten aus, die teilweise sehr interessante neue Denkweisen eines verteilen Webclusters mit sich bringen. In den nächsten Wochen werde ich daraus ein Resumé ziehen und eine entsprechende Plattform aufbauen, die sich dann hoffentlich durch simples Zuschalten von Servern (Stichwort Grid / Compute Cloud) für alle Arten von Jobverarbeitung ohne den ständigen Konfigurationsaufwand betreiben lässt – eine Art Appengine, wenn man’s so nennen möchte. Hoffen wir mal, dass sich das alles bewerkstelligen lässt, ohne dass man zu häufig aneckt. Die Grundlagen für ein derartiges System sind jedoch, wenn auch recht verstreut, im Web verfügbar und benötigen nur noch jemanden um es entsprechend zu kombinieren.
Das Warten sollte sich lohnen ;-).
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